Augustwanderung

 

Von Schönried über Hornberg nach Saanenmöser

Dieser 7. August 2018 grüsst am Morgen mit ein paar Wolken, aber trotzdem freundlich. Vor allem hat er sich entschieden, die Hitze ein bisschen herunter zu schrauben. Nicht ganz unwichtig, wenn klar ist, dass es vor allem „obsi“ gehen wird.

Elf Frauen finden sich am Bahnhof, an unserem wohlbekannten Sammelplatz, ein. Die erste Aufgabe besteht darin, im Zug nach Zweisimmen unsere reservierten Plätze zu finden. Das ist nicht schwierig, das strahlend weisse A4 Blatt ist gut sichtbar an der Fensterscheibe angebracht. Da die Reservation bei der MOB pro Person Fr. 5.00 kosten würde, lassen wir es darauf ankommen. Es ist an diesem Dienstag kein Problem, wir finden alle einen Sitzplatz.

In Schönried empfängt uns eine angenehme Kühle und die eine oder andere Jacke wird gezückt. Trotzdem, es ist warm genug, dass wir Kaffee und Gipfeli auf der Terrasse des Restaurants geniessen können. Die dunklen, noch feuchten Strassenränder verraten uns, dass es in der Nacht nicht sternenklar war und ein paar Regentropfen den Weg auf den Boden fanden.

Nach der Stärkung machen sich einige via Sesselbahn auf den Weg aufs Horneggli und die anderen zu Fuss in Richtung Hornberg. Wer glaubt, dank der Bewölkung sei schwitzen kein Thema, der täuscht sich gewaltig. Sobald die Sonne nur ein bisschen hinter einer Wolke hervor lugt, wird es unangehm schwül. Nicht das, was frau sich wünscht mit der Aussicht auf eine lange Steigung bis ins Ziel. Aber gut, am Wetter lässt sich nichts ändern und so geht es langsam, aber stetig voran. Jeder schattenspendende Baum ist hochwillkommen. Dazwischen wird die Aussicht auf die gegenüberliegende Talseite und Saanen genossen. Wolken lassen sich beobachten. Eine verwandelt sich vom rennenden Schweinchen in ein undefinierbares Gebilde, andere kommen und gehen einfach.

Gerade im richtigen Moment stehen wir am richtigen Ort um unseren Kolleginnen zu winken, die über uns dem Ziel entgegen schweben. Nach der Begegnung mit einem ungezogenen Hund, der bellt, als wären wir im Begriff, ihm etwas wegzunehmen und auch nicht reagiert auf die Befehle seiner Besitzerin, können wir unseren Weg in Ruhe fortsetzten und machen einen längeren Halt auf einer Alpweide mit Sicht ins Turbachtal. Etwas knabbern, etwas trinken und die Aussicht geniessen – was will man mehr?

Ein bisschen weiter oben kommen uns unsere Kolleginnen entgegen und gemeinsam nehmen wir das letzte Wegstück in Angriff. Fast auf die Minute pünktlich treffen wir im Restaurant Hornfluh ein und nehmen auf der Terrasse unter grossen Sonnenschirmen Platz. Es drohen immer wieder dunkle Wolken, aber der Wind zerrt sie mit schöner Regelmässigkeit auseinander und wir geniessen unser Essen in vollen Zügen. Es lohnt sich einzukehren! Die Auswahl ist riesig, die Rösti schmackhaft, der Salat sehr gut und die Desserts vielfältig und süss.

Die Zeit verfliegt schnell und ein Teil der Gruppe entscheidet sich, zu Fuss – nun alles„nidsi“ – nach Saanenmöser zu gelangen, während die anderen die Sesselbahn nach Schönried unterstützen und dann noch eine Flachwanderung nach Saanenmöser unter die Füsse nehmen. Es kommen alle trocken an. Die ersten Tropfen fallen, als wir in den Zug einsteigen. Wir machen ihnen eine lange Nase und freuen uns bereits auf das nächste Mal.

 

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