Hauptversammlung

Hauptversammlung Frauenverein Steffisburg

Draussen grau und strömender Regen; drinnen dagegen, im Saal des Kirchgemeindehauses Oberdorf, farbig gekleidete und sich fröhlich unterhaltende Frauen – ganz dem Frühling entsprechend. Spürbar war die Freude der Teilnehmenden, sich nach der langen Pandemiezeit wieder einmal ungezwungen treffen zu können. 49 Mitglieder, die Verantwortliche des SGF Bern-Freiburg für die Region, die Präsidentinnen der Frauenvereine Oberhofen-Hilterfingen-Hünibach und Thun sowie der Gemeindepräsident Reto Jakob und die Gemeinderätin Lis Schwarz besuchten die 95. Hauptversammlung des Frauenvereins Steffisburg und durften die herzlichen Begrüssungsworte der Präsidentin Lotty Zwygart entgegennehmen. Mit grossem Applaus fanden Bühler Nicole, Gödersmann Carmen, Kästli Renate, Wyttenbach Anni, Setz Larissa, Avdullahaj Arena, Kowalski Nicole, Schneeberger Angelika und Steiner Christa  eine gute Aufnahme im Frauenverein. Ihre Mitgliedschaft und Teilnahme an den vielseitigen Aktivitäten für die Öffentlichkeit ist sehr willkommen. Nicole Bühler, Familienfrau aus Steffisburg, die sich bereits in der Ludothek engagiert, wird neu in den Vorstand einziehen und fortan für das verwaiste Ressort „Veranstaltungen“ zuständig sein. Der Verein kann nur weiterbestehen, wenn junge Frauen ihre Ideen einbringen und diese gemeinsam mit den Erfahrungen der älteren Mitglieder zu zukunftsweisenden Neuerungen verbinden und umsetzen können. Die Präsidentin arbeitet seit 17 Jahren im Verein, ihre Vorstandskollegin Kathrin Rychener seit 13 Jahren und mangels neuen Vorstandsmitgliedern besetzen beide zwei Ressorts. Nun haben sie beschlossen, ihre Ämter ab 2024 zur Verfügung zu stellen. Seit sechs Jahren wird immer noch eine Leiterin der beliebten und gut besuchten Brockenstube gesucht. Elisabeth Gugger ist nach vielen aktiven Jahren offiziell längstens zurückgetreten, arbeitet jedoch mangels Ersatz weiter und unermüdlich mit, und das seit 20 Jahren. Sie gibt den an sie gerichteten Dank weiter an ihre Mitarbeitenden, ohne die sie die grosse Arbeit nie erfüllen könnte. Nume zäme geit’s, und das ist von Tag zu Tag wichtiger. Im Wissen darum, dass sich die Lebensumstände jüngerer und junger Frauen zu früher wesentlich veränderten und Prioritäten heute anders gesetzt werden, arbeiten die sechs engagierten Vorstandsmitglieder daran, auch unkonventionell Vereinsmitglieder und allem voran Frauen zu gewinnen, die bereit sind in einem der vielseitigen Angebote aktiv mitzuarbeiten. Wichtig ist, dass wir Mitglieder sie dabei unterstützen, Ideen einbringen und uns bekannte Frauen aktiv für eine Mitarbeit im Verein sensibilisieren. Das Jahr 2021 war wie überall durch die Pandemie geprägt, und alle Tätigkeiten richteten sich nach den gegebenen Verhältnissen. Die moderne Internetzeit liess es zu, Vorstandssitzungen zum Teil virtuell durchzuführen; wo aber bei Angeboten die Präsenz der Beteiligten nötig war, half kein Gerät; es blieb nur die Absage. Vermisst wurden ganz besonders die beliebten Besuche bei Menschen in Alters- und Pflegeheimen und die Seniorennachmittage. Kindern fehlten die beliebten Spielzeuge aus der Ludothek. Aber auch die Brockenstube, die für viele Menschen eine so wichtige günstige Einkaufsmöglichkeit bietet. Entsprechend den Umständen fielen auch die Einnahmen in der Brockenstube aus; die Gemeinde ist der Ladenschliessung mit einem Mietzinserlass entgegengekommen. Trotz erschwerten Bedingungen ist die Jahresrechnung positiver als erwartet ausgefallen. Zurückzuführen ist das auf eine Berichtigung; bisher wurde das Vermögen zum Bankwert ausgewiesen und neu seit 2021 zum Marktwert, der höher liegt. Wie sich der Finanzertrag in Zukunft entwickeln wird, ist in diesen unsicheren Zeiten schwierig zu sagen. Der Vorstand vergab im vergangenen Jahr auch grössere Spenden von insgesamt Fr. 10‘000.—, u.a. zugunsten der neuen Spielplätze beim Solina und im Aarefeld, dem Ziegenberg im Altersheim Glockenthal; je einen Betrag an die Stiftung Uetendorfberg für den geplanten Neubau und für die Verschiebung der Gartenwerkstatt beim Schulheim Sunneschyn. Gemeindepräsident Reto Jakob sprach dem Frauenverein gegenüber seine Wertschätzung aus und dankte sehr für dessen Wirken. Unsere Gemeinde lebe nicht davon, wenn Leute einfach hier wohnten, Begegnungen und das Zusammenleben seien unbedingt nötig. Rege diskutierten im letzten Traktandum „Verschiedenes“ die Versammlungsteilnehmerinnen mit den Vorstandsmitgliedern Fragen zum Finanzvermögen und zur Zukunft des Vereins. Wie auch immer: das Wirken des Frauenvereins trägt auch in der Zukunft zum Zusammenhalt der Gesellschaft bei; Beteiligte kennen einander. Das ist wertvoll – wir müssen Sorge dazu tragen.

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